Rückblick auf die Aktivitäten von Occupy Basel im Jahr 2014

| Keine Kommentare

Rückblick auf die Aktivitäten von Occupy Basel im Jahr 2014

Hier findet ihr eine kurze Zusammenstellung von einem Aktivisten über die Aktivitäten und Abläufe rund um Occupy Basel im 2014. Gleichzeitig veröffentlichen wir hier auch einen Ausblick aufs 2015: Ausblick auf die Aktivitäten von Occupy Basel im Jahr 2015.

Aktivitäten:

– Die Filmabende wurden wie gewohnt am 2. und 4. Sonntag im Monat durchgeführt, insgesamt haben 18 Filmabende zu den unterschiedlichsten Themen stattgefunden. Die Themen konnten erneut sehr abwechslungsreich und mit interessanten Filmbeiträgen gewählt werden und sind auch gut vom Publikum aufgenommen worden. Die Diskussionen nach den Filmen war oft sehr lebhaft und wertvoll, das gemeinsame Beisammensein inklusive Nachtessen wurde von allen geschätzt. Teilweise konnten Filmabende in Partnerschaft mit anderen Organisationen durchgeführt oder zu Diskussionsabenden umgewandelt werden. Dies ist für die Reichweite der Events von grossem Vorteil und auch thematisch interessant. Es ist dabei aber unbedingt auf eine sorgfältige Themen- und Inhaltswahl zu achten und es ist eine sorgfältige Vorbereitung der AktivistInnen gefordert. Die Teilnehmerzahl war wie gewohnt starken Schwankungen ausgesetzt, konnte jedoch gerade im zweiten Teil des 2014 deutlich gesteigert werden, dies gilt auch für die Beteiligung der Occupy-AktivistInnen.
Der Kinofilm „Everyday Rebellion“ wurde von Occupy Basel aktiv unterstützt und begleitet, es konnte eine Ticketverlosung angeboten werden, ausserdem haben zahlreiche Informations- und Mobilisierungsaktivitäten stattgefunden.
Im Jahr 2015 wird am Rhythmus (jeden 2. und 4. Sonntagabend im Monat) sowie den Abendgestaltungen (Türöffnung 18:00, Film/Präsentations-Beginn 18:30, Nachtessen und Diskussion im Anschluss) festgehalten. Die Zusammenarbeit bei von uns gewählten Themen mit passenden Organisationen sowie die Ausdehnung der Filmabende auf Diskussions- und Projektvorstellungs-Abende soll unbedingt weitergeführt und intensiviert werden. Dabei ist erfreulich, dass auch spürbar zunehmend mehr Anfragen an Occupy Basel gerichtet werden. Eine weitere Steigerung der Teilnehmerzahl ist wünschenswert, ausserdem ist es von Vorteil, wenn jeweils möglichst viele AktivistInnen von Occupy Basel an den Events dabei sind. Ebenso wäre es gut, wenn Organisation und Durchführung möglichst breit mitgetragen wird und Aufgaben wie Facebook-Event-Erstellung und Homepage-Eintrag oder Nachtessenszubereitung inkl. Einkauf übernommen werden um den Arbeitsaufwand von einzelnen AktivistInnen zu reduzieren.

– Politisch hat Occupy Basel im Mai 2014 im Komitee für den Mindestlohn aktiv mitgewirkt und unterstützt seit Sommer 2014 anhaltend die schweizweite Vollgeld-Volksinitiative in verschiedener Weise. Occupy Basel hat bisher 450 Unterschriften gesammelt, diese Zahl soll im Jahr 2015 deutlich erhöht bzw. vervielfacht werden. Auch bei kommenden politischen Themen sucht Occupy Basel die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Akteuren.

– Eigene Inhalte hat Occupy Basel insbesondere für den 3. Geburtstag der Bewegung mit dem Motto „Occupy Basel zeigt Haltung“, anlässlich des Welttages zur Überwindung der Armut mit der Rede „Über verdrängte Probleme und scheinheilige Politik“, im Rahmen des „Besser Leben Festivals“ sowie bei den politischen Engagements erarbeiten und vermitteln können.

– Occupy Basel hat an verschiedenen Demonstrationen wie der 1. Mai-Demo, dem trinationalen Friedensmarsch am 1. August, oder der Anti-Ecopop in Bern und weiteren mitgewirkt. Auch war Occupy Basel oder einzelne AktivistInnen an verschiedenen kleineren und grösseren Anlässen, Aktivitäten und Aktionen befreundeter Organisationen anwesend, wie beispielsweise der Armuts- und Sozialkonferenz oder dem Podium „Wofür schlägt mein Herz?“.

Technik:

– Die Homepage funktioniert wie gewohnt und wird weiterbetrieben. Es werden zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten gewünscht, insbesondere ein (internes) Occupy-Forum für den Austausch der AktivistInnen als Ersatz zu Facebook. Da unser aktueller Administrator keinen Server-Zugriff hat, waren Änderungen dieser Art bisher nicht durchführbar. Es wird der Kontakt zum bisherigen Administrator der Homepage aufgenommen um die technische Weiterführung zu besprechen oder diese an den aktuellen Administrator zu übertragen. Für die inhaltliche Pflege wird dringend zusätzliche Mitarbeit benötigt. Der bisherige zuständige Aktivist kann weiterhin die Hauptverantwortlichkeit für Einträge übernehmen, ist jedoch darauf angewiesen, dass konkrete Arbeiten wie Blogeinträge zu den Filmabenden, Rückblick auf Events sowie Kalender-Aktualisierungen von anderen AktivistInnen übernommen werden. Für das Jahr 2014 ist die Aufarbeitung der Aktivitäten für die Homepage deutlich zu kurz gekommen, auf der Homepage befinden sich beinahe keine Einträge ausser Newsletter. Im 2015 soll die bereits früher durchgeführte Praxis der Zeitungsartikel-Sammlung wieder fortgesetzt werden, Unterstützung dazu ist erwünscht.

– Die Newsletter wurden anlässlich aller Filmabende sowie einiger ausserordentlicher Events versendet. Seit der Feststellung technischer Mängel werden die Newsletter nicht mehr per mailman, sondern per MailChimp versendet. Die bisherigen Erfahrungen mit dem neuen Programm sind durchwegs positiv, da es deutlich mehr Tools und Optionen für den Versand und die Gestaltung von Newslettern, die Pflege von Adresslisten sowie die Verfolgung der Resonanz bietet. Es besteht weiteres Optimierungspotential, eventuell wäre ein Upgrade zu bezahlpflichtigen Tools eine Option. Im 2014 wurden die Newsletter häufig erst sehr spät (Mittwoch bis Freitag vor einem Event am Sonntag) versendet, was nicht optimal ist zur Mobilisierung für unsere Events. Es wird angestrebt, dass dies zukünftig früher geschieht (Montag bis Mittwoch vor einem Event am Sonntag). Dazu ist der zuständige Aktivist, welcher nach wie vor die Hauptverantwortlichkeit übernehmen kann, auf Unterstützung und Mithilfe angewiesen, sei das durch Erstellung der HP-Einträge und FB-Events oder durch die Aufarbeitung sonstiger Inhalte für den Newsletter.

– Das persönliche Facebook-Profil „Occupy Basel“ wurde gesperrt und musste in eine Fanpage umgewandelt werden. Seither ist unsere Reichweite per Facebook sehr deutlich zusammengebrochen. Des Weiteren kann mit einer Fanpage nicht mehr im breiten Stil zu Occupy-Events eingeladen werden und auch eine Versendung von Freundschaftsanfragen ist nicht mehr möglich. Mobilisierung und Informationsarbeit per Facebook ist nach wie vor von hoher Bedeutung für die Bewegung. Dazu wird jedoch unbedingt Unterstützung und Mitarbeit benötigt. Ob Fanpage bei erhöhter Pflege ausreichend ist, oder ob ein neues Occupy-Profil (besser verschleiert) erstellt werden muss, sollte in den nächsten Wochen analysiert, diskutiert und entschieden werden. Allgemein soll wieder vermehrt angestrebt werden, dass Interessent_innen den Newsletter abonnieren.

– Der Twitter-Account wurde im Jahr 2014 beinahe vollständig vernachlässigt und auch zuvor noch nie sehr aktiv entwickelt. Seit der Versendung der Newsletter per MailChimp werden diese immerhin automatisch getwittert. Die Reichweite von Occupy Basel per Twitter ist minimal. Es sollte entschieden werden, ob der Account aufrecht erhalten oder aufgegeben werden soll. Bei einer Weiterführung ist eine deutliche Aktivitätssteigerung sowie Account-Pflege nötig, dazu wird die Mitarbeit von den AktivistInnen gesucht.

Finanzen:

– Der zuständige Aktivist hat die Bilanz von 2014 fertiggestellt. Per 31.12.2014 weist Occupy Basel ein Vermögen von 1’200.30 CHF (31.12.2013: 1’044.75 CHF) auf, wovon sich 768.30 CHF auf dem ABS-Konto und 432.00 CHF in Bar beim zuständigen Aktivisten befinden. Dieser reduziert den Barbestand im 1. Quartal 2015 bei anfallenden Ausgaben oder zahlt einen hohen Anteil auf das ABS-Konto ein. Auch im Jahr 2015 soll auf ein ausgeglichene Kassenführung geachtet werden. Jedoch ist absehbar, dass die Ausgaben durch den Start von „Social Meal“ deutlich über den Einnahmen liegen werden.

– Ausgaben wurden für Filmabende (Nahrungsmittel und Filmbeschaffung), Druck (Flyer und Plakate), Occupy-Shirts, Stempel (Occupy und Vollgeld), Event-Beteiligungen (1. Mai, Besser-Leben-Festival), Gebühren (Homepage und Konto) und sonstiges Material (Buttons) getätigt.

– Einnahmen wurden durch Filmabende (Nachtessen und Kollekte) und Spenden erzielt.

– Bezüglich T-Shirts wurde entschieden, dass jedes Mitglied einen freiwilligen Richtpreis von 30.00 CHF für sein T-Shirt an den Verein von Occupy Basel spenden soll. Dies deckt die Herstellungskosten grösstenteils aber nicht vollständig, der Restbetrag wurde aus der Occupy-Kasse bezahlt. Für neue AktivistInnen im innersten Kreis sind noch 4 weitere T-Shirts vorhanden, danach muss über eine Neuproduktion nachgedacht werden.

Die Bilanz 2014 wird im Sinne der von Occupy Basel geforderten Transparenz auf der Homepage sowie per Newsletter veröffentlicht und ist hier ersichtlich: Finanzen Occupy Basel 2014.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.