Newsletter vom 19.06.2013: Filmabend “Debtocracy” uvm!

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Guten Abend miteinander

Hier kommt der nächste Newsletter, mit diesem Inhalt:
1. Nächster Filmabend von Occupy Basel: Debtocracy, 23.06.2013
2. Rückblick Occupy-Aktivist @ Liste 18, 12.06.2013
3. Rückblick Favela-Räumung Messeplatz, 14.06.2013
4. Sommerpause + Diverses

1. Nächster Filmabend von Occupy Basel: Debtocracy, 23.06.2013
Am kommenden Sonntag findet bereits unser 24. Filmabend statt!
Wir zeigen den Film “Debtocracy“. Der Dokumentarfilm untersucht die Ursachen der griechischen Staatsschuldenkrise und erklärt das Konzept von “odius dept”, einer verabscheuungswürdigen/ vernachlässigbaren Schuld.
Weitere Infos zum Film findet ihr hier: Wikipedia – Debtocracy

Sprache: Griechisch und viele andere gesprochene Sprachen, deutsche Untertitel!
Nach dem Film gibts wie immer eine gemeinsame Diskussion und ein feines Nachtessen!
Eintritt frei, mit Kollekte, und fürs Essen darf jedeR bezahlen was ihm/ihr dieses wert ist.

Sonntag, 23.6.2013, LoLa Quartierzentrum St. Johann, Karte
Türöffnung 18:00 Uhr, Filmbeginn 18:30 Uhr

Wir würden uns sehr freuen, euch am Sonntag zahlreich begrüssen zu dürfen! Bitte macht auch Werbung für diesen Event und bringt eure Kollegen mit!

Dazu gibt es wie immer auch einen Facebook-Event wozu Ihr ganz leicht eure Freunde einladen könnt!

2. Rückblick Occupy-Aktivist @ Liste 18, 12.06.2013
Wie Ihr bestimmt bereits mitgekriegt habt, haben wir letzte Woche an der Liste 18 teilgenommen. Dazu möchten wir hier auch noch ein paar Worte verlieren:

Am Dienstag, 11. Juni haben wir eine Strassenaktion durchgeführt, welche sehr spannend war. Dazu haben wir diese Medienmitteilung geschrieben. Und es geschehen auch noch Wunder: Diese Medienmitteilung wurde von der bz (und dadurch auch von den damit verbundenen blz und az) online übernommen: «Pussy Riot BKB»: Strassenaktion der Occupy-Aktivisten am Barfi.

Doch damit nicht genug: Nach dem Auftritt an der Liste 18 zeigte für einmal auch die TagesWoche Interesse an uns, daraus resultierte folgender Artikel: Ein Occupy-Aktivist besprüht Transparente für Reiche. Dazu solltet Ihr auch diesen Kommentar lesen, welcher ein knapper Rückblick auf das ganze Projekt ist. Auch nachdem nun noch eine Woche vergangen ist, bleiben wir bei der Meinung, dass unser Teil des Projektes ein grosser Erfolg war (schöne Slogans, super Strassenaktion, so viel Medienaufmerksamkeit wie noch nie, etc…), und dass der Rest (die komplizierten Vorstellungen des Künstlers und des Galeristen, sowie dass bisher keines der Bilder verkauft wurde, bei Interesse dürft Ihr euch gerne melden^^) völlig egal ist.

Schlussendlich möchten wir noch allen danken, welche diesen Auftritt ermöglicht haben: Dem Künstler Jeremy Hutchison für die Einladung, dem Fotographen František Matouš und seiner Freundin Eva für die schönen Bilder, sowie allen von euch welche bei der Strassenaktion oder der Vorbereitung mitgeholfen haben! Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns auch bei der nächsten Aktion unterstützt!

3. Rückblick Favela-Räumung Messeplatz, 14.06.2013
Obwohl wir daran nicht direkt beteiligt waren, möchten wir das hier ansprechen, zeigt es doch sehr viel über unsere Demokratie.

Begonnen hat alles damit, dass die Messe für die Art Basel einen Künstler beauftragt hat, eine Bar in Form von Favelas (Südamerikanische Slum-Siedlungen) zu erstellen. Diesen Hohn und die Dekadenz wollten sich nicht alle gefallen lassen, und so haben einige Künstler neben der Bar eine wilde/echtere Favela nachgebaut (TagesWoche, Ein Eselchen auf dem Messeplatz, 14.06).

Offenbar war der Messe diese Reaktion auf ihre “Kunst” nicht genehm, jedenfalls wollte sie diesen Makel im Glanz möglichst schnell wieder loswerden, und hat dazu bald einmal die Polizei eingeschaltet wegen angeblichem Hausfriedensbruch. Nachdem sich die bis dahin friedlichen Demonstranten ihre Versammlungsfreiheit nicht nehmen wollten, schritt die Polizei mit viel Gewalt ein (worauf leider auch mit Gewalt reagiert wurde), zerstörte die Musikanlage, setzte Tränengas und Pfefferspray ein und verletzte mehrere Partyteilnehmer. Der grösste Teil der Aktion wurde auch auf einem Video festgehalten (TagesWoche, Video: Gewaltsame Polizeiräumung am Messeplatz, 14.06).

Dann wurde aufgedeckt, dass es als Nutzer der Allmend (der Messeplatz, bzw. alles freie Gelände dort gehört zum öffentlichen Grund) garnicht möglich ist, jemanden wegen Hausfriedensbruch anzuklagen (TagesWoche, Anzeige zwang Polizei nicht zur Räumung, 17.06). Trotzdem hat die Polizei aufgrund dessen die Räumung vollzogen, und ist der Messe sogar noch beim Wunsch der Räumungszeit nachgekommen. Eine juristische Abklärung dieser Klage sei im Voraus nicht möglich. Dass eine Allmendnutzungsbewilligung nicht zur Anzeige wegen Hausfriedensbruch berechtigt dürfte auch für unsere zukünftigen Aktionen sehr relevant sein.

Von Seiten der Polizei wurde und wird nach wie vor sämtliche Unverhältnismässigkeit abgestritten, ganz aktuell noch einmal von Baschi Dürr (TagesWoche, Nulltoleranz? Blödsinn!, 19.06). Besonders bemerkenswert ist diese Passage: TW: “Ein Mann wird zu Boden geworfen. Es sieht so aus, als würde der Polizist ihn mit Faustschlägen attackieren.” Dürr: “Wenn jemand zu Boden geworfen wird, geschieht dies mit kontrollierter Gewalt. Die betreffende Person wurde so angegangen, weil sie die Schutzweste des Polizisten angepackt hat.” TW: “Eine Frau läuft weg. Obwohl sie der Polizei nichts tut, wird sie mit Reizstoff besprüht.” Dürr: “Sie lief zu langsam weg.”.

Und wenn man denkt, jetzt sei das Beste schon durch, kommt gleich noch ein Hammer: Durch die Anzeige der Polizei gegen die PartyteilnehmerInnen können nun auch Leute gebüsst werden, welche nicht aggressiv wurden (TagesWoche, Polizisten zeigen Partygänger an, 19.06)! “Nach dem Motto «Mitgegangen, mitgehangen» riskieren damit alle, die an der illegalen Party auf dem Messeplatz dabei waren, wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte verurteilt zu werden”. Bleibt dazu noch irgendwas zu sagen? Solche Bestimmungen machen Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Bewegungsfreiheit zu einem Witz! Und dagegen sollten wir uns endlich wehren! “Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.” (Angeblich von Goethe).

Dazu abschliessend noch ein Zitat, kein Aufruf, aus einem der TagesWoche-Artikel:
“Am Freitag, 22:00 Uhr, soll auf dem Wettsteinplatz eine Demo «für mehr Freiräume, gegen Polizeigewalt und gegen Baschi Dürr» stattfinden.”

Hier sind nur Artikel der TagesWoche verlinkt, weil diese in der Sache am aktivsten war, was in der BaZ steht könnt Ihr euch ja denken.

4. Sommerpause + Diverses
Nach dem Filmabend am Sonntag ist vorläufig einmal eine längere Sommerpause eingeplant, zumindest was die Filme im LoLa angeht! Dort nehmen wir die Filmreihe wieder Mitte September auf.
Das heisst aber nicht, dass bis dann nichts läuft, im Gegenteil!

– Wir sind dem Solidaritätskomitee Taksim – Türkei beigetreten, welches in nächster Zeit wohl noch verschiedene Solidemos organisieren wird.
– Unterdessen hat sich der Verein für eine Vollgeldreform (MoMo) auch entschieden, nächstes Jahr mit der Unterschriftensammlung für die Volksinitiative zu beginnen! Da das viele zentrale Probleme lösen könnte, werden wir wohl bald diesem Unterstützungskomitee beitreten und die Reform tatkräftig unterstützen! Oder spricht da aus eurer Sicht etwas dagegen? Informiert euch doch über dieses Anliegen, am direktesten hier: Vollgeld.ch
– Unsere Vernehmlassungsantwort zum neuen Bankgesetz für die BKB ist in Ausarbeitung. Wenn die BKB bis dann noch existiert… Aber vielleicht hört dann mal einer auf uns? Unsere bisherigen Beiträge zu dem Thema findet ihr alle in diesem Artikel verlinkt: Die Basler Kantonalbank und der Hunger.
– Auf unserer Homepage soll eine neue Rubrik eingeführt werden: “Basel aufgedeckt”. Darin möchten wir Platz bieten für all jene, welche etwas erlebt haben in Basel, was selbst den Mainstream-Medien zu heiss ist, sei das wegen Interessenverbandelungen, Korruption, Filz oder dergleichen. Oder auch zu unwichtig für eine auflagensteigernde Schlagzeile.
– Ob wir beim diesjährigen Welttag zur Überwindung der Armut teilnehmen wird sich bald klären, leider haben wir die heutige Planungssitzung soeben verpasst. Das war unser Beitrag letztes Jahr:
Occupy Basel solidarisiert sich mit allen von Armut betroffenen Menschen.
– Vielleicht organisieren wir im Sommer mal einen OpenAir-Film beim nach wie vor besetzten Hafenareal oder an einem anderen alternativen Ort!

Zu all diesen Projekten und Ideen sind wir auf Unterstützung angewiesen, und würden uns sehr freuen, wenn IHR uns dabei helfen würdet! Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen!

Vielen Dank für euer Interesse, es wäre schön von euch zu hören und/oder euch bei unserem nächsten Filmabend zu sehen!

AktivistInnen von Occupy Basel

— Signatur —

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Unsere Filmabende finden immer am 2. und 4. Sonntagabend des Monats im Quartiertreff LoLa statt. Mehr Informationen dazu jeweils auf unserer Homepage oder per Newsletter!

Leider können wir auch als kapitalismuskritsische Bewegung nicht völlig auf Geld verzichten.
Flyer drucken und andere Aktionen funktionieren ohne Geld nicht. Daher sind wir auch froh über jede finanzielle Unterstützung!
Wir haben ein zinsfreies Konto bei der Alternativen Bank Schweiz, der nachhaltigen Bank mit Weissgeldstrategie seit 1990:
Verwaltung von Occupy Basel, Konto-Nr: 318.763.100-07, IBAN-Nr: CH77 0839 0031 8763 1000 7
Herzlichen Dank!

Occupy Basel

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