Medienmitteilung vom 11.06.2013: Auftritt eines Occupy-Aktivisten an der Liste18

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Am Dienstagnachmittag, den 11. Juni 2013 hat Occupy Basel bei einer Strassenaktion beim Barfüsserplatz mittels Protest-Slogans auf Leinwand auf den Auftritt eines Occupy-Aktivisten an der Liste 18 am Mittwoch hingewiesen. Beim morgigen Auftritt an der Kunstmesse wird der Protest für einmal direkt an das oberste Prozent unserer Gesellschaft gerichtet.Occupy_Liste18
Bild: © František Matouš

Basel, 11.06.2013. Im Kern der Aktion standen zwei besprayte Leinwände mit den Texten „MONEY KILLS TINA“ und „PUSSY RIOT BKB“ und den dazugehörigen Titeln „There is no alternative (TINA) to Capitalism“ respektive „Dort der Präsident, hier die Bank“, welche auf dem Barfüsserplatz angefertigt und aufgestellt wurden. Dazu verteilten zahlreiche Empörte Flyer, welche über den für die Occupy-Bewegung einmaligen Auftritt an einer Kunstmesse, der Liste 18, und die Aktivitäten der lokalen Occupy-Gruppierung informierten.

Für den 12. Juni wurde ein Aktivist von Occupy Basel von einem Künstler aus London, Jeremy Hutchison, eingeladen, um an der Liste 18 aufzutreten. Anstelle des Protestes auf der Strasse soll dieser für einmal an den Wänden einer Kunstmesse, quasi im Herzen des Kapitalismus, stattfinden.

Noch auf der Strasse sorgte „MONEY KILLS TINA“ für Verwirrung und stiess auf grosses Interesse bei Leuten, welche schon Bekanntschaften mit Tinas gemacht hatten. Die Toxizität der Botschaft, dass Tina für die Alternativlosigkeit des Kapitalismus steht, und sich diese durch den heutigen Casinokapitalismus selbst zerstören wird, dürfte sich erst an der Wand einer Villa vollends entfalten.

Auch der Slogan „PUSSY RIOT BKB“, dessen Wahrheit einige Aktivisten von Occupy Basel bereits zuvor am eigenen Leibe erfahren hatten, bewirkte Verwunderung und Neugier. Auf das höfliche Angebot, diese Botschaft direkt dem Leiter der BKB zum Kauf anzubieten, wurde leider eher mit Schrecken als Wohlwollen reagiert, worauf die anbrausende Polizei für eine erneute Unterstreichung der Botschaft sorgen konnte.

Die zahlreichen weiteren Botschaften eines Occupy-Aktivisten an das eine Prozent sind am Mittwoch, 12.06.2013, an der Liste 18 im 1. Stock im Raum 1.5 zu sehen.

Occupy Basel ist ein Teil der weltweiten Occupy-Bewegung, welche ihren Ursprung an der Wall Street in New York hat. Die fortlaufende Vernetzung der ausgebeuteten 99% verläuft bewusst und konsequent gewaltfrei. Alle Informationen über die Bewegung sind unter www.occupybasel.ch zu finden.

Update 11.06, 21:00 Uhr: Das gab es in der Geschichte von Occupy Basel noch nie! Unsere neuste Medienmitteilung wurde nicht ignoriert und im vollen Wortlaut in einer Mainstream-Zeitung veröffentlicht! Und zwar von der BZ Basel, den Artikel seht ihr hier: «Pussy Riot BKB»: Strassenaktion der Occupy-Aktivisten am Barfi. Und da gibts auch gleich mal noch was Positives an Medienverbänden: Der gleiche Artikel erschien gleichzeitig auch in der Basellandschaftlichen Zeitung und der Aargauer Zeitung! Mit den gleichen Kopierfehlern und Verschweigung des Bildcopyrights versteht sich.

Update 13.06, 20:00 Uhr: Auch die TagesWoche hat sich für diesen Auftritt interessiert: Ein Occupy-Aktivist besprüht Transparente für Reiche. Ein durchaus gerechter Artikel, welche die verschiedenen Aspekte des Projektes anspricht und viele Fragen aufwirft. Hat das Projekt funktioniert um das System von innen zu schwächen? Ist es noch Protest oder nur noch Kunst? Ist die Idee verkauft worden? Beachtet dazu den Kommentar von Occupy Basel lebt. Vielleicht werden wir dazu auch noch einen weiteren Artikel schreiben. Und Bilder werden wir auf alle Fälle auch noch nachliefern. Ein interessanter Anlass wars auf alle Fälle. Und definitiv mal was anderes als aufdeckende Artikel oder Demos :D

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