Ein Kommentar eines Pensionärs

Ich bin Pensionär. Ich kopiere hier einen Text rein, der vielleicht andere, ältere Leute anregen könnte, die Occupy-Bewegung zu unterstützen (ich war in BE – wo ich wohne – und in ZH dabei).

Wir Älteren solidarisieren uns mit den Occupy-Aktivisten!

Unter uns Älteren gab es nicht wenige, die schon immer die neoliberale Politik, die den Kasino-Kapitalismus befördert, kritisiert hatten: Banken und Börsen, die global agierend ohne jede ethischen Grundsätze hemmungslos die Zukunft der Jungend verzocken. Unter anderem wird jetzt sogar vermehrt auf Grundnahrungsmittel spekuliert und so der Hunger in der Welt verschlimmert. Das geschieht ohne dass die Verursacher wenigstens mit ihren Gewinnen für die Verluste und gesellschaftlichen Notlagen, die sie verursacht haben, haften müssten. Die Verluste werden sozialisiert, die Gewinne privatisiert. Den Ärmsten werden Opfer abverlangt, den Reichen Boni ausgeschüttet. Der Sozialstaat wir ausgeblutet. Die Vermögenden bringen ihre hinterzogenen Gelder ins Trockene. Die Zukunft wird einer gewinnsüchtig-hedonistischen Gegenwart geopfert ohne jedes nachhaltige Wirtschaften. Das hatten wir Älteren trotz besserer Einsicht mit der Zeit resignierend hingenommen, viel zu wenig dagegen getan, nichts gegen die Zocker unternommen. Wir hinterlassen der Jugend eine Gegenwart, wo nur noch weiter kommt, wer unbegrenztes, egoistisches Gewinnstreben durchsetzt ohne jede Rücksicht auf soziale Bedürfnisse. Wir Älteren haben viel zu sehr auf bestehende Strukturen, Parteien, Gewerkschaften, Institutionen und Organisationen vertraut, auf den Marsch durch die Institutionen gehofft, zu wenig bedacht, das Macht, wo und wie sie auch organisiert sein mag, mehr oder weniger ALLE korrumpiert. So konnte und kann geschehen, dass Banken und Börsen der Politik und einer ganzen Gesellschaft IHRE und ALLEIN ihre Interessen diktieren. Wir Älteren müssten uns allesamt der Jugend gegenüber endschuldigen. Doch reicht das nicht. Es ist höchste Zeit, Solidarität zu zeigen. Uns der Occupy-Bewegung anzuschliessen, überall, wo sie sich regt, das uns je Mögliche tun, um zum Erfolg dieser Bewegung beizutragen.

 

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